Wien, du bist so schön! Tipps für drei Tage in Wien

Seit längerem hatte ich den Wunsch, Wien zu besichtigen. Diesen Sommer wurde der lang ersehnte Traum endlich war. Heute gebe ich euch einige Tipps für drei Tage in Wien in Sightseeing, Gastronomie und Unterkunft.

Die Unterkunft

Das KIBI Room ist ein kleines Hotel auf der 3. Etage mit sehr kleinen Hotelzimmer und leider auch mit hellhörigen Zimmerwänden. Obwohl es im Haus einen Aufzug gibt, ist das Hotelzimmer nicht rollstuhlgerecht. Leider sind die Durchgänge ins Hotelzimmer so schmal, dass man selbst mit einer normalen Figur gerade so durch die Tür kommt. Der Flur im Zimmer ist sehr klein und das Badezimmer sehr eng. Für Personen mit Klaustrophobie ist das Hotel nicht besonders gut gedacht. Besonderer Vorteil für KIBI Rooms spricht die sehr gute Erreichbarkeit mit dem öffentlichen Verkehrsmitteln. Mit der U-Bahn sind es nur drei Stationen bis zur Stephansplatz. Nur wenige Gehminuten entfernt befindet sich das Hundertwasserhaus und wer einen längeren Spaziergang einplanen möchte, erreicht nach 30 Minuten den Prater. Ein weiterer Vorteil für das Hotel war der sehr günstige Übernachtungspreis. Für Leute, die das Hotel nur zum Schlafen und Duschen nutzen wollen, ist das Hotel ein echtes Schnäppchen.

Tipp!

Wer bei einem Städtetrip lieber auf mehr Komfort und Luxus Wert legt, kann bei Jahnreisen* vorbeischauen, die eine Vielzahl von schönen Hotels zu bezahlbaren Preise anbieten. Die Hotel enthalten mindestens 4 Sterne und sind mit Sauna und Fitnessraum ausgestattet. Seit ich vor wenigen Tagen in einem Wellnesshotel mit Sauna im Keller übernachtet habe, finde ich es total entspannend abends nach einer Sightseeing-Tour die Wellnessräume mit Sauna des Hotels nutzen zu können. Später im Hotelzimmer bin ich so müde, dass ich sofort einschlafen kann.

Sightseeing

In Wien gibt es so viel zu besichtigen, dass es einem gar nicht langweilig werden kann. Es gibt hier viele wunderschöne Schlösser, zauberhafte Parks und eindrucksvolle Architektur. Auffällig ist, dass alle Gebäuden in der Innenstadt elfenbeinfarben bis marmorweiß sind. Ich finde diese Farben grandios. Beim Sonnenschein sind die Gassen hell und wunderschön anzusehen. Tatsächlich findet man in Wien verschiedener Architekturstilepochen von Barock, Romantik, Gotik bis zum Jugendstil. Ein kleines bisschen beneide ich  die Wiener BloggerInnen, die diese zauberhafte und traumhafte Kulissen  direkt vor ihrer Haustüre haben. Hier sind meine Tipps für Sightseeing in Wien:

Hundertwasserhaus und Hundertwasser Village

Seit der Grundschule wollte ich unbedingt das Wiener Hundertwasserhaus vor Ort sehen. Damals brachte meine Mama von ihrem Betriebsausflug ein Foto vom Hundertwasserhaus mit und ich besitze bis heute noch das Foto, dass ich stundenlang angeschaut habe. Vielleicht war das auch einer der Gründen, warum ich unbedingt mal nach Wien fahren wollte. Mich faszinierte die Optik, als wären unterschiedliche Bauelemente zusammengewürfelt. Die Werke von Friedensreich Hundertwasser sind bekannt für ihre farbenfrohe Strukturen und ungerade Linien. Direkt gegenüber vom Hundertwasserhaus befindet sich das Hunderwasser Village mit einen kleinen Wald auf dem Dach des Hauses. Im Gebäude sind die Treppen gebogen und schief. Anfang hat man das Gefühl, dass man auf einem schwankenden Schiff die Treppe hoch steigt. Es gibt hier viele kleine Souvenir-Läden, die Mozartkugeln, Mitbringsel und Werke von Hundertwasser, als Druck auf Kalender, Notizbücher, Taschen etc. verkaufen.

Adresse:  Hundertwasserhaus, Kegelgasse 36-38, 1030 Wien

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Prater

Auf der andere Seite des Donaukanals befinden sich der Prater, der über 6 Quadratkilometer auf der Jesuitenwiese umfasst. Der Vergnügungspark hat über das ganze Jahr geöffnet und ist mit zwei Riesenräder, zahlreichen Achterbahnen und vielen Imbissbuden ausgestattet. Bevor ihr euch für eine Geisterbahn entscheidet, geht erstmal eine Runde über den Prater. Wir sind gleich in die erste Geisterbahn, die wir entdeckt haben und waren von dem Schauspiel nicht angetan. Bei weiterem Spaziergang auf der Prater haben wir weitere fünf Geisterbahnen, ein Horrorhaus und ein „Jack the Ripper“-Haus entdeckt. Wer schwindelfrei ist und absolut keine Höhenangst hat, geht unbedingt auf das Kettenkarussell Prater Turm, das mit einer Höhe von 117 Meter das höhste Kettenkarussell Europas ist. Es ist oben recht sehr windig, da solltet ihr am Besten keine lose Gegenstände mitnehmen. Ich empfehle euch die Fahrt tagsüber zu planen. Oben angekommen, habt ihr einen zauberhaften Ausblick auf die Stadt Wien und ihre einzigartige Skyline.

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Wer traut sich da drauf? 🙂

Stephansdom am Stephansplatz

Um den Stephansdom in Ruhe besichtigen zu können, startet am Besten schon am frühen Morgen mit dem Sightseeing, denn ab ungefähr 11 Uhr füllt sich die Menschenmenge am Stephansplatz sehr schnell. Insgesamt besitzt der Stephansdom vier Türme. Der Südturm ist mit seinen 136,4 Meter der höhste, während der Nordturm aus finanziellen Gründen nicht fertiggestellt wurde und nur 68 Meter hoch gebaut wurde. Rund um den Dom befinden sich überall Pferdekutschen. Es waren tatsächlich so viele Kutschen, dass ich aufgehört habe zu zählen. Wer in Wien innerorts mit dem Kraftfahrzeug unterwegs ist, darf auf gar keinem Fall hupen, da aus jeder Ecke eine Pferdekutsche unterwegs ist. Pferde sind sehr schreckhaft und können sie beim plötzlichen Hupen die Orientierung verlieren, was für Mensch und Tier sehr gefährlich werden kann.

Österreichische Nationalbibliothek

Im Prunksaal der Neuen Burg werden alle in Österreich erscheinende Publikationen, sowie approbierten Dissertationen aller österreichischen Universitäten gesammelt und archiviert. Mich begeistern Bibliotheken mit hoher Decke, Regale, die nur mit einer fahrbaren Trittleiter erreicht werden können. Dann fülle ich mich ein wenig ins letzte Jahrhundert versetzt und stelle mich dabei vor, wie man die Bücher aus dem obersten Regal vorsichtig geholt hat. Aktuell werden Fotografien, Urkunden, Bücher und Briefe über Kaiser Franz Joseph I. ausgestellt. Besonders die Liebesbriefe aus dem 18. Jahrhundert waren für mich sehr interessant, da der Ausdruck der Sprache ganz anders als heute war.

Adresse: Österreichische Nationalbibliothek, Josefsplatz 1, 1015 Wien, Eintritt: 7 €

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Ich liebe diesen Anblick

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Schloss Belvedere

Das Schloss Belvedere hat einen sehr schönen und großen Garten mit einer Fläche von 43 Hektar. Am Oberen Belvedere sind rund um den Teich zwölf Tierköpfe aus Bronze installiert, die das chinesische Horoskop darstellen und vom chinesischen Künstler Ai Weiwei stammen. Zwischen den Oberen und Unteren Belvedere befindet sich in endlos langer wunderschöner Garten, der zum Verweilen und Entspannen einlädt.

Adresse: Schloss Belvedere, Prinz Eugen-Straße 27, 1030 Wien

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Oberes Belvedere

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Ein Schneemann im Belvedere Garten bei 27° C

Schloss Schönbrunn

Als wir im Belvedere Garten waren, war ich überzeugt, dass es der größte Schlossgarten war, denn ich je gesehen habe. Bis wir schließlich am Schloss Schönbrunn mit dem anliegenden Schlosspark auf 160 Hektar angekommen sind. Das Schloss Schönbrunn diente früher als Sommerresidenz des österreichischen Kaiserhauses. Angeblich hatte das Schloss über 1440 Zimmern. Heute ist die Zimmerzahl deutlich geringer, da in den letzten Jahrhunderte die Wände in kleinen Zimmer entfernt wurden um größere Räume zu erschaffen. Über unseren ganzen Aufenthalt in Wien hatten großes Glück mit dem sonnigen Wetter und entschieden uns spontan gegen eine Schlossführung und -besichtigung. Stattdessen beschlossen wir einen Rundgang um den Park zu machen. Der Park beinhaltet einen kleinen Schwimmbad, Irrgarten, Palmenhaus, Wüstenhaus und den Tiergarten Schönbrunn, das auf 16 Hektar der älteste noch bestehende Zoo der Welt ist. Wem das Laufen zu anstrengend ist, kann sich mit der Bimmelbahn durch den Garten chauffieren lassen. Eine Fahrt mit der Bimmelbahn dauert fast eine Stunde und das Ticket kann für den ganzen Tag verwendet werden. Das Schloss Schönbrunn und der Park gehörten seit 1996 zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Adresse: Schloss Schönbrunn, Schönbrunner Schloßstraße 47, 1130 Wien, Kostenloser Zugang zum Schlosspark

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Schloss Schönbrunn

Gastronomie

Durch die Spaziergänge in der Innenstadt ist mir aufgefallen, dass es wenig Imbissbuden gibt. In Großstädten bin ich es gewohnt, dass an jeder Ecke etwas essbares zum Mitnehmen angeboten wird. Aber vielleicht war ich einfach nicht so hungrig, dass ich nach Essen-to-go umgeschaut habe.

Figlmüller

Hier haben wir die Original Wiener Schnitzer und wahrscheinlich die Besten unseres Lebens gegessen. Zum Zeitpunkt unseres Aufenthalts in Wien habe ich mich noch nicht mit der vegetarischen Ernährung befasst. Da habe ich gebackene, marinierte Hühnerbrust auf Erdäpfel-Vogerlsalat mit steirischem Kernöl bestellt und das war richtig lecker. Ganz besonders der Erdäpfel-Vogerlsalat mit steirischem Kernöl schmeckt sehr köstlich und ich empfehle euch dieser als Beilage zu den Original Wiener Schnitzel. Dazu schmeckte der gebrachte Radler von Ottakringer mit Citrusfrüchte wie Zitrone, Limette und Grapefruit so gut. Eigentlich schmeckte der Radler mehr wie eine Limonade. Als Nachtisch gab es eine köstliche Sachertorte mit Schlagobers. Das Figlmüller gibt es an zwei Standorte in Wien, die nur mit einer Straßenecke voneinander und einen Katzensprung vom Stephansplatz entfernt sind. Diesen tollen Tipp habe ich von zwei Freunden empfohlen bekommen und wie bereits angedeutet ist das Figlmüller sehr gut besucht. Kein Wunder bei den leckeren Gerichten. Um einen guten Platz zu bekommen, ist es ratsam einen Tisch vorher zu reservieren. Die Restaurants öffnen um 11:00 und 11:30 Uhr. Sogar bei unseren Ankunft 20 Minuten nach der Öffnung haben wir gerade noch den letzten freien Tisch ergattern können.

Adresse: Wollzeile 5 und Bäckerstraße 6, 1010 Wien

Naschmarkt

Mit 170 Verkaufsstände, Geschäfte und einige Lokals ist der Naschmarkt eine leckere Attraktion. Hier findet man alles was der Gaumen und der Magen begehrt. An jedem Stand werden kleine Köstlichkeiten wie zum Beispiel Hibiskusblüten (lecker!), Mandeln in Tiramisu oder Lokum zum Verkosten angeboten. Es war eine richtige kulinarische Weltreise quer durch Indien, Türkei, Marokko, Ägypten und viele weitere Länder, die mir jetzt aus dem Stegreif nicht mehr einfallen. Am Stand 380 werdet ihr von Amouri und seiner Frau herzhaft begrüßt und bei der Eisoase gab es leckeren Frozen Joghurt. Der Naschmarkt ist montags bis freitags bis 18:30 Uhr geöffnet. Samstags werden die Stände durch Bauernstände ergänzt und sind bis 17:00 Uhr geöffnet.

Adressen: Naschmarkt,  zwischen Linker und Rechter Wienzeile, 1060 Wien

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Auf dem Naschmarkt entdeckt

Ginza Sushi Running

Nach einen Besuch auf dem Prater haben wir bei Ginza Sushi Running einen kurzen Zwischenstop gehalten und natürlich Sushi bestellt. Von der Speisekarte gar es eine große Auswahl an Sushi in 6er oder 12er Stück. Alternativ konnte man sich auch an den Tischen setzten, an denen man die Gerichte von der Laufband holen konnte. Die gebrachten Sushis waren richtig lecker. Leider war das Personal jedoch unfreundlich und der Matcha-Tee wurde in einem Einweg-Plastikbecher an unserem Tisch gebracht. Darüber waren wir sehr überrascht. Auf Nachfragen, warum der Tee in einem Plastickbecher geliefert wurde, hieß es „So wird es immer gemacht.“

Adresse: Ginza Sushi Running, Praterstern 2, 1020 Wien

Elvira’s

An unserem letzten Abend in Wien sind wir an einen kleinen Restaurant für ukrainische Spezialitäten vorbei gelaufen und haben uns spontan entschieden, unseren allerersten Besuch in eine ukrainischen Restaurant zu gestatten. Neben Blintschiki (Teigwaren mit Fleisch oder Kraut), Golubzi (Krautrouladen), Wareniki (Teigtaschen wahlweise mit Sauerkraut, Fleisch, Pilze und Kartoffeln oder Spinat und Schafskäse) und Borschtsch (Rote-Rüben-Suppe) gab es auch gewöhnliche Gerichte wie Pommes, Hühnerspieße oder Bauernsalat mit Oliven und Schafskäse. Da wir gewöhnliche Gerichte fast überall bestellen können, haben wir uns entschieden, etwas neues zu verkosten. Als absoluter Champignon-Fan habe ich die Wareniki mit Pilze und Kartoffeln probiert. Die wurden in einer süßen Schüssel serviert und waren sehr lecker.

Adresse: Elvira’s, Seidlgasse 39, 1030 Wien

Trimelli

Das Trimelli mit einer Pizzeria, Restaurant und Café in einem befindet sich direkt an der Hauptstraße und bietet eine überschaubare, aber kleine Auswahl von Cocktails an. Ich glaube hier habe ich wahrscheinlich den leckersten Bellini, ein Cocktail aus Prosecco, Sekt und pürierten weißen Pfirsichgetrunken. Für einen Cocktailabend würde ich jedoch das Café nicht empfehlen, da die Auswahl wirklich sehr klein ist.

Adresse: Trimelli, Landstraße Hauptstraße 31, 1030 Wien

Café Gloriette

Nach dem wir den Hügel am Schloss Schönbrunn per Fuß erreicht haben, haben wir uns eine Pause verdient. An der Gloriette wird man nach dem langen und steilen Fußmarsch mit einem traumhaften Ausblick auf das Schloss Schönbrunn und die Stadt Wien belohnt. Dabei kann man sich im Café Gloriette eine kleine Verstärkung mit leckere Sandwich, Häppchen, aber auch Torten und warme Gerichte holen, bevor es mit dem Rundgang weiter geht.

Adresse: Cafe Gloriette, Schlosspark Schönbrunn, 1130 Wien

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Ausblick auf Schloss Schönbrunn und Wien

Parken

Parken in Wien ist recht teuer. Über die ganze Landstraße Hauptstraße befindet sich eine Tiefgarage. Gefühlt alle 500 Meter befindet sich eine Einfahrt in die Unterwelt. Das ist sehr praktisch, da man das Auto unmittelbar in der Nähe des Hotels in der Tiefgarage parken kann. Allerdings liegen die Parkgebühren pro 24-Stunden bei 29 Euro.

Wien, du bist so schön!

Welche Tipps habt ihr für Wien? Wo habt ihr in Wien richtig gut gegessen? Ich freu mich auf eure Kommentare!

Schönste Grüße

Natalie


* Dies ist ein gesponserter Link zu JAHNREISEN in Kooperation mit Sponsored Post. Meine Meinung bleibt davon unberührt.