Wanderurlaub auf Montuïri

Wenn es draußen kalt und ungemütlich ist, denke ich gerne an meinen letzten sonnigen Wanderurlaub auf Montuïri zurück. Montuïri ist eine kleine Landstadt mit knapp 2.900 Einwohner mit hellen Häuser und kleinen Gassen, aber mit wunderschöner Landschaft und traumhafter Sonnenuntergängen. Die Stadt liegt im Landesinnere und ist die älteste Ortschaft Mallorcas.

Mit dem Entschluss nach meinen Prüfungen in eine unbekannte Stadt zu reisen und dort die Landschaft per Fuß zu erkundigen flog ich mit einer Freundin nach Palma de Mallorca und wir fuhren anschließend mit dem Taxi nach Montuïri. Unser Hotel befand sich genau 1 km vom Stadtzentrum entfernt, das wir mit einem kleinen Fußmarsch erreichen konnten. Die Stadt ist zu Fuß leicht zu erkundigen und bietet zahlreiche kleine Cafés mit leckeren Mahlzeiten für Zwischendurch. Direkt neben dem Rathaus befindet sich das Restaurant Ca’n Xorri mit seinem gemütlichen Ambiente und Panoramablick auf die Stadt. Wir konnten unser Abendessen auf der Terrasse unter freiem Himmel genießen und dabei den Ablauf des Sonnenuntergangs mitverfolgen.

Sehenswürdigkeiten 

Montuïri ist bekannt für seine große Anzahl von Windmühlen, die am Stadtrand gebaut sind. Einige davon sind mittlerweile 160 Jahre alt. Viele der Einwohner leben noch heute von Getreideanbau und Mehlproduktion, das erklärt die vielen Getreidefelder rund um das Stadtinnere. Über das Archäologische Ausgrabungsstätte Son Fornés steht die alte Kornmühle Moli d’en Fraret, an der wir einen tollen Ausblick über die Dächer Montuïris hatten. Eins der größten Sehenswürdigkeiten Montuïris ist die Pfarrkirche Sant Bartomeu mit seinem fünfstöckigen Kirchtum, die im 14. Jahrhundert erbaut und immer wieder erweitert wurde.

Wichtig: Freundlich zu Einheimischen sein

Die Einheimischen begrüßten uns immer sehr freundlich – klar, sie freuten sich über Besucher in ihrer kleinen ländlichen Stadt. Ganz wichtig war, dass wir sie auch zurück begrüßten. Ganz egal auf welcher Sprache man sich freundlich begrüßte, die Einheimischen freuten sich darüber und manchmal fragten sie uns aus welchem Land wir angereist sind. Wahrscheinlich wurden die Reisende gedanklich  auf die Skala der freundlichsten und unfreundlichsten Reisende eingestuft. Ich hoffe wir haben als Deutsche einen bleibenden guten Eindruck hinterlassen.

Nicht jede Bushaltestelle ist eine Bushaltestelle

Leider ertuppte sich eine Bushaltestelle als ein Fake. Von außen hin deute alles auf eine Haltestelle mit ausgehängtem Fahrzeitplan, Sitzbank und das typische H-Schild der Haltestellen. Nachdem wir bereits über 20 Minuten auf dem Bus gewartet haben, der uns nach Palma bringen sollte, lief ein spanisch sprechendes Ehepaar an uns vorbei und bemerkten unsere nervöse Blicke auf die Uhr. Mit deutlicher Gestik signalisierten sie uns, dass an dieser Bushaltestelle kein Bus fuhr. Die nächste Haltestelle war 450 Meter weiter entfernt, die über mehrere Steigungen zu erreichen war. Dadurch haben wir natürlich den Bus verpasst und der nächste Bus fuhr erst in drei Stunden wieder.

Auch wenn man Montuïri innerhalb eines Tages erkundigen kann, bietet diese idyllische Landschaften, wunderschöne Häuser und freundliche Einheimische. Zum Glück zeigte das Wetter sich von seiner besten Seite mit Sonnenschein und klarem Himmel, so das wir täglich über 32 ° C hatten.

Der Vorhof des Hotels war sehr idyllisch.

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Diese rosa Plüsch-Eule diente als Türstopper in einem Eingang. Einen niedlichetrn Türstopper habe ich noch nie gesehen.

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Den Blick auf Montuïri hatten wir aus der Poolterrasse. Rechts ist die Pfarrkirche Sant Bartomeu  mit dem Kirchtrum deutlich zu erkennen.

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Von der alten Kornmühle Moli d’en Fraret hat man eine tolle Aussicht über die Dächer von Montuïri. Im Hintergrund erkennt ihr den Berg Puig de Randa.

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An unserem letzen Abend wurden wir mit einem wunderschönen Sonnenuntergang belohnt.

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Natalie

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